The Schogettes, Wehrkraftzersetzer und Bellsparx

Am Wochenende war ich endlich mal wieder musikalisch unterwegs. Diesmal in Mannheim.
Bei der sogenannten Nachtwandel-Veranstaltung im Jungbusch-Viertel konnte man von Bar zu Bar tigern und zwischen 30 Künstler und Bands wählen.

Zuerst trieb es uns zu “The Schogettes“, eine Mannheimer Band, die sich in die Genre Soul, RnB und Punk einordnet. Soul und RnB – JA, Punk – definitiv NEIN!
In die 7-köpfige Band hat sich ein Mann verirrt…ansonsten komplett von Frauen besetzt. Die zwei Sängerinnen erinnerten an eine gespaltene Beth Ditto, jedoch waren dadurch gute Klangkörper vorhanden. Stimmlich gut und insgesamt groovig war die Band nett anzuhören - mehr auch nicht. Als sich dann ein kurzes Lied ankündigte (“Passt auf, sonst ist es schon wieder vorbei“) hoffte ich auf die versprochene Punk-Einlage. Fehlanzeige. Von Punk keine Spur.
Nächste Woche ist die Band im Ortenaukreis (meiner Heimat) in Offenburg im Spitalkeller ab 21Uhr.  Auf MySpace kann man sich schon einmal darauf einstimmen.

The Schogettes kündigten vor dem letzten Lied schon die nachfolgene Band an – die Wehrkraftzersetzer.
Okay, das klang nun wirklich nach Punk. Leider hielt der Name nicht, was er versprach.
Um das vorher klarzustellen. Ich mag Punk. Meistens lasse ich in diesem Blog anklingen, dass ich eher auf melodische Musik stehe. Aber es geht auch anders. Ich höre beispielsweise Crass, Black Flag oder Dead Kennedys und der Punk kann schon mal von der heftigeren Sorte sein. Aber irgendwo muss für mich ein Plan hinter der Musik erkennbar sein. Die Wehrkraftzersetzer waren einfach nur unkoordiniert und gewollt “Punk”..
Der Sänger erinnerte mich an ein Mitglied der Prinzen und die einzigen Worte die man zwischendurch verstand, war beispielsweise “Fick dich”…mmmh..nun ja. Um die Bude zum Kochen zu bringen, fing dann der Sänger an mit Bier ins Publikum zu spritzen. Das hatte er sich bestimmt bei den “ganz Großen” abgeschaut. Dies wurde mit einem verzweifelten Gegenangriff einer Frau gekontert, deren Flasche jedoch schon zu leer war (Nein, ich war’s nicht!). Alles in allem hielten wir es nicht lang aus, dem Trauerspiel zuzuhören.

Deshalb verschlug es uns zu Bellsparx.
In einem Mini-Zelt draußen an der kalten und viel zu frischen Luft spielten die drei Männer und man dachte zuerst der Sänger wäre kurz Bier holen gegangen. Nein, es gab schlichtweg keinen Sänger.
Aber holla. Die hatten es drauf. Wahrscheinlich frisch der Pop-Akademie entsprungen. Naja, es klang jedenfalls ziemlich gut, fast schon zu gut. Und letztendlich störte auch nicht mehr die Tatsache, dass das Ganze ohne Sänger von statten ging. Ich war ihnen schon recht zugetan, als plötzlich ein Lied kam, dass ich zu 100% kannte. Blöd nur, dass uns der Titel nicht einfiel. Gequält von der Tatsache, dass ich ohne Sängerstimme einfach nicht rausfinden konnte um welches Lied es sich handelte, ging ich in einer kurzen Pause zur Band und fragte nach.
Die Antwort: “Na, das is von uns – Bellsparx.” Mich wird das Lied wohl nun noch ewig umtreiben, von wem das Lied gestohlen war. Die MySpace Seite hat leider nicht zur Aufklärung beigetragen. Trotzdem ein gelungener Abend!

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2 Antworten to “The Schogettes, Wehrkraftzersetzer und Bellsparx”

  1. BellSparx correction- we have NOTHING to do with the Pop Academy. Our line-up changes according to other obligations (bands, family, work). The line-up at Nachtwandeln was Mike Lambertson (6 strings), Jens Kannengeisser (4 strings) and Joseph Heeg (2 sticks). We like music, we play music and we are proudly part of a long tradition in making alternative noise.

    Thanks for the kind words. If you wan to hear few more song of ours you could visit my website, go to music and the BellSparx. Enjoy.

  2. […] Location. Und zwar das “Blau” – hatte mir schon vor zwei Jahren beim “Nachtwandel im Jungbusch” zugesagt. Dabei handelt es sich um eine kleine Bar mit einer noch kleineren […]

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