Konzert in schwarz-weiß

Als ich im 59:1 ankam, spielten schon The Shutes auf der Bühne. Ich hatte zuvor noch nie etwas von dieser Band gehört und war gespannt.  Ich sah einen Lockenkopf am Mikro, hörte eine helle Stimme und freute mich schon, eine weibliche Sängerin in der Band aufzufinden… Bis sich später herausstellte, es war ein Mann! Er erinnerte mich an den Sänger von Clap Your Hands Say Yeah! mit seiner etwas quakigen Stimme.
In dem 70Mann starken Publikum wollte noch nicht recht Stimmung aufkommen, jedoch hatten „The Shutes“ gegen Ende noch ein paar Asse im Ärmel: nette, eingängige Riffs, die dann doch noch einen guten Einstieg auf den kommenden Auftritt von „The Bishops“ darstellten.The Only Place I Can Look Is DownAls nun „The Bishops“ auf die Bühne traten, hatte man das Gefühl als würde jemand einen schwarz-weiß Film eingelegen. Mit ihren schwarzen Anzügen, Lederschuhen und Krawatten, die ihr Markenzeichen sind, kam zuerst der Drummer und schließlich die Zwillingsbrüder Pete und Mike Bishop auf die Bühne. Sofort legten sie los. Anfangs hielt sich das gesamte Publikum noch sehr zurück, nur eingefleischte The Bishops-Fans nutzen schon die ersten Töne um zu poggen.
Durch starke Songs wie Higher Now geriet doch noch Bewegung in die Menge und irgendwann stand auch der hinterste Mann nicht mehr still und auch der Groupie-Factor wurde durch eine wild gewordene Bewunderin bewiesen: Nachdem es ihr offensichtlich ganz gut neben Sänger Pete Bishop gefiel und die Security einschreiten wollte, rettete sie sich mit einem sehr waghalsigen Sprung in die etwas überforderte Menschenmenge vor der Bühne.

The Bishops

Doch The Bishops bewiesen sich als sehr kontaktfreudig und so trat Pete Bishop bei seinen Soli meist an das Publikum heran und ließ dann auch mal die ausgestreckten Hände über die Saiten schrubbeln..

Gegen Ende wurden viele ihrer Singles gespielt, wie auch die 2006 erschienene Single-Auskopplung The Only Place I Can Look Is Down und mit ihrem letzten Song wurde deutlich, warum sie öfters mit den Beatles verglichen werden: She said Bye Bye!

Auffällig war die starke „Mund-Mimik“ des Sängers: Hier zu bewundern!
Und auch überraschen konnte die Band mit ihren teilweise Ska-angehauchten Songs…

The Bishops, auf jeden Fall eine Band, bei der es sich lohnt mal ein bisschen reinzuhören, Anspieltipps sind neben die im Text genannten Songs: City Lights, Can’t Stand it Anymore und Make a Change.

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