Greenfield 2015

In letzter Zeit habe ich wieder so viele tolle Konzerte und Festivals besucht und möchte euch daran teilhaben lassen.
Dieses Jahr fiel die Festival-Wahl auf das Greenfield im schönen Interlaken in der Schweiz. Letztes Jahr durfte ich schon das erste Schweizer Festival (Gampel) besuchen und war begeistert wie organisiert und gediegen es zugeht.

Zurück zum Greenfield. Das Line-Up war schon einmal sehr sauber:
Motörhead, Backyard Babies, Danko Jones, Millencolin, Airbourne und viele mehr. Es ist ja auch immer klasse sich mal neue Bands anzuschauen und hier gab es viel zu sehen.

Hatte ich mich zuerst auf den Donnerstag und Freitag sehr gefreut, so hauten mich letztendlich die Bands am Samstag vom Hocker – auch wahrscheinlich weil ich es einfach nicht in der Weise erwartet hatte. Deshalb nach einem kurzen Freitags-Schlenker direkt zu Samstag.

Überraschungskandidat und Gute-Laune-Garant war auf jeden Fall am Freitag Skindred. Nachdem man sich daran gewöhnt hatte, dass er erst einmal das Publikum wild beschimpft, kam um 18.30Uhr endlich Leben in die Bude. Ein Mix aus Ska & Hardrock der einfach komplett gegen alles geht, was man aus den zwei Genres bisher gehört hat. Zwischendurch legte der DJ auf der Bühne dann auch noch ein Elektro-Artiges-Solo hin und der Kopf war frei.

Um einen Eindruck zu gewinnen, hier ein Auszug aus dem neusten Album.

Neben Danko Jones, die eine solide Show hinlegten, ist auch noch Life of Agony erwähnenswert. Bisher kannte ich nur 1-2 Lieder und vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr die Generation der Band. So war mir nicht bewusst, dass die auf der Bühne erscheinende Sängerin eigentlich früher ein Mann war. Dies wurde jedoch leider intensiv von der Sängerin thematisiert, die das nicht aktive Publikum darauf bezog. Aber vielleicht hing es auch einfach mit der Musik zusammen? Jedenfalls gab sich die Sängerin dann alle Mühe, der kleinen Truppe einzuheizen und dafür hat sie definitiv meinen Respekt. Sie ging direkt in die erste Reihe, umarmte jeden zweiten und rannte schliesslich durch das Publikum um einen Circle Pit anzuheizen. Bis zum Schluss schaffte sie, dass sich jeder einzelne im Publikum bewegte.

Wer mich jedoch wirklich aus den Socken haute, war Airbourne. Ich kannte ein paar Lieder und da ich AC/DC-Fan bin, liegt es nicht fern auch Airbourne zu mögen. Doch was die Band dann auf der Bühne abzog, mit welchem Herzblut sie dabei waren, war einfach gigantisch und ich wusste, keine Band wird es auf dem Festival mehr schaffen, das zu toppen:

Beschreibung „AC/DC in jung & wild“ trifft ganz gut auf Airbourne zu. Joel O’Keeffe ist ohne Zweifel einer der durchgeknalltesten und positiv verrückten Sänger, die ich seit längerem gesehen habe. Wie Angus Young in seinen besten Zeiten rannte er auf der Bühne hin und her. Obwohl man seinen australischen Akzent nicht wirklich verstehen konnte, hatte er das Publikum von der ersten Minute in seinem Bann. Die Leute waren gar nicht mehr zu halten und jeder versuchte Crowdsurfing zu machen bis hin zu menschlichen Pyramiden zu bauen.

Um euch zu zeigen, warum Joel O’Keeffe einfach der coolste Typ weit und breit ist. Schaut euch einfach dieses Video an.

In diesem Sinne:

“I’m a hell raiser, risk taker, full speed ahead
Till I’m dead in the fast lane
Live wire, wild fire
I’d rather burn up in flames than fade away
You gotta live it up.”

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